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Mit "Aufwind" wieder aufstehen

Blick durch einen Tunnel mit Licht am Ende, eine Person zusammengekauert am Boden.

bbw-Projekt fängt Azubis in Krisen auf

Manchmal geht’s nicht mehr: Der Arbeitsalltag scheint kaum zu schaffen, nachts lässt der Schlaf auf sich warten. bbw-Auszubildende können in solchen Krisensituationen bei „AufWind“ neue Kraft schöpfen. Momentan nutzen 22 Jugendliche das Programm. Sie lernen Übungen zur gesunden Stressbewältigung kennen oder trainieren soziale Kompetenzen. Ziele sind z. B. die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit oder die Reduzierung von Krankheitstagen.

Die Reha-Teams im bbw tauschen sich regelmäßig über den Verlauf der Förderung der jungen Teilnehmer/-innen aus – und beobachten genau, wann „AufWind“ nötig sein könnte. Das Projekt von Anne-Fatma Porst (Theatertherapeutin, M. A.) und Christina Klöppel (Diplom-Psychologin) wendet sich insbesondere an junge Erwachsene in psychischen und emotionalen Krisen, die mit einer ganztägigen Ausbildung zeitweise überfordert sind. Zum Beispiel, wenn sie gerade aus einer stationären Behandlung entlassen wurden oder auf einen ambulanten Therapieplatz warten. „AufWind“ arbeitet eng mit Dr. Elisabeth Schäufele, Psychiaterin im bbw, zusammen.

Im Erstgespräch klären Anne-Fatma Porst und die Auszubildenden gemeinsam: Worum geht es eigentlich und was möchten die Jugendlichen erreichen? In schweren Krisen nehmen die Auszubildenden zwei Wochen lang täglich am AufWind-Programm teil, üblicherweise sind es 1–2 Tage pro Woche oder die Jugendlichen machen über einen individuell zu bestimmenden Zeitraum nur bei einzelnen Bausteinen mit. Die Gruppen sind klein, maximal acht Personen verbringen gemeinsam den Tag. Das schafft Raum, auf den Einzelnen einzugehen.

Was gibt bei AufWind Kraft? „Sport ist eine ganz wesentliche Ressource, um Stress gesund zu bewältigen“, erklärt Anne-Fatma Porst. Mit Frühsport starten die Gruppenmitglieder in den Tag, dann geht es weiter mit der „Aktivierung“: Zum Programm gehören z. B. Rollenspiele, Neurofitness oder Konzentrationstraining. Nachmittags liegt der Schwerpunkt auf Entspannungstechniken.

Als wesentlich beschreibt Anne-Fatma Porst die Motivation der Jugendlichen. Wenn es gelingt, die eigenen Ressourcen und Kompetenzen zu erkennen, sei ein wichtiger Schritt getan: „AufWind unterstützt die Teilnehmer/-innen in einem personenzentrierten Setting und macht den Blick frei für neue Wege – beruflich und privat.“

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