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Bundesinnenministerin zu Besuch

11.05.2023

Nancy Faeser und weitere SPD-Politiker*innen besuchten das bbw Südhessen, um sich über unsere Arbeit zu informieren. Im Gespräch mit der bbw-Geschäftsleitung rund um Torsten Denker sowie mit Jugendlichen aus dem bbw wurden unter anderem Themen wie die berufliche Ausbildung von jungen Menschen mit Förderbedarf und mögliche Bildungsangebote für entkoppelte Jugendliche erläutert.

Begleitet wurde die Bundesinnenministerin von der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl und Bundestagsabgeordneten Bettina Müller. Auch Landtagskandidat*in Anne Thomas und Matthias Körner sowie Miriam Bickelhaupt und Benedict Heybeck von der SPD Karben begleiteten die Ministerin. Die Delegation erhielt von der bbw-Geschäftsleitung zunächst einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche. Dabei gab es interessante Hintergrundinformation über die berufliche Bildung von Jugendlichen, die mit Lernschwäche, psychischer Erkrankung oder Autismus im bbw für den ersten Arbeitsmarkt ausgebildet und vorbereitet werden. Vertreter*innen des Betriebsrates und der Teilnehmendenvertretung hatten zudem Gelegenheit, Fragen an die Ministerin zu stellen und persönliche Erfahrungen mit ihr zu teilen.

Bildungsangebot für alle Jugendlichen gewünscht

Großes Interesse zeigte Nancy Faeser an einem Bildungsangebot für die sogenannten „entkoppelten Jugendlichen“. Immer mehr junge Menschen haben Schwierigkeiten, den Anschluss an Schule oder Ausbildung zu finden. Schätzungen der Bertelsmann-Stiftung zufolge, haben jährlich mehr als 100.000 junge Menschen das Risiko, langfristig ohne Berufsabschluss zu bleiben. Sie fehlen als Fachkräfte, die Deutschland dringend braucht. „Wir müssen um jedes Kind und um jeden Jugendlichen kämpfen. Ich danke dem bbw Südhessen für die tolle Arbeit“, so Nancy Faeser. „Mir ist wichtig, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben, unabhängig davon wie viel die Eltern verdienen. Dafür müssen wir in Hessen viel mehr tun.“ Worte, denen Torsten Denker zustimmt: „Diese Jugendlichen brauchen eine professionelle Begleitung auf dem Weg ins Berufsleben. Wir als Berufsbildungswerk sind dafür ein kompetenter Ausbildungspartner. Mit unserem Angebot Ausbildung, Schule und Wohnen schaffen wir seit 40 Jahren Perspektiven für junge Menschen mit Teilhabeeinschränkungen. Um einer noch breiteren Zielgruppe eine Perspektive eröffnen zu können, ist es allerdings wichtig, dass berufliche Maßnahmen für junge Erwachsene unabhängig vom sogenannten Reha-Status in Berufsbildungswerken ermöglicht werden können.“

Einblicke in die praktische Arbeit

In der neuen Fahrradwerkstatt, in der seit letztem Sommer zum*r Fahrradmonteur*in ausgebildet wird, und im stetig wachsenden Ausbildungsbereich IT konnte sich die Delegation der SPD von der praktischen Arbeit überzeugen und mit Ausbilder*innen und Auszubildenden ins Gespräch gehen. Jana Bös, Teilnehmende einer Berufsvorbereitungsmaßnahme (BvB), berichtete von ihren Aufgaben und führte die Innenministerin durch die Werkstatt. An der Speichenmaschine durfte die Politikerin sogar selber einmal Hand anlegen. Im Ausbildungsbereich IT gab es einen Einblick in das „IT-Camp“. Ausbilder Marco Teifert informierte die Besucher*innen über die Inhalte der sechswöchigen Arbeitserprobungsmaßnahme, in der Jugendliche die erforderlichen Grundfertigkeiten der drei im bbw angebotenen IT-Berufe kennenlernen.

„Diese tolle Arbeit zeigt uns, dass es sich lohnt, junge Menschen mit besonderen Fördermöglichkeiten zu unterstützen, Inklusion zu fördern und Integration zu ermöglichen“, sagte Lisa Gnadl zum Abschluss des Besuches. Teilnehmerin Jana Bös ist das beste Beispiel dafür: Sie werde die Ausbildung zur Fahrradmonteurin im Sommer beginnen und glaube fest daran, diese erfolgreich zu beenden. Denn sie schraube schon seit ihrer Kindheit gerne an Rädern herum und das Lernen mache im bbw mehr Spaß als in der Schule, weil man mehr und besser erkläre. Und das sei wichtig, gab ihr Nancy Faeser als Rat: „Meine Erfahrung: Die Arbeit muss Spaß machen!“

Bild links: (c) Peter Jülich

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