Berufsbildungswerk Südhessen

Initiative Klischeefrei – wir sind dabei!

Junger Mann bügelnd an Bügeleisen und Bügelbrett

Um was geht’s?

Die Initiative Klischeefrei – Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl – ist ein Bündnis aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen bei ihrer Berufswahl neue Wege zu eröffnen, frei von Geschlechterklischees. Mädchen und Jungen sind vielfältig. Deswegen sollten sie einen Beruf finden, der zu ihrer individuellen Persönlichkeit passt.

Schirmherrin der Initiative ist Verwaltungsrichterin Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier.

Warum haben wir uns dieser Initiative angeschlossen?

Als Berufsbildungswerk bieten wir Jugendlichen bedarfsgerechte Lösungen für betriebliche Aus- und Weiterbildungen an und unterstützen Betriebe darüber hinaus bei der Personalsuche. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Frage nach der Berufswahl oft mit stereotypen Rollenmustern verknüpft wird.

Uns ist es wichtig, dass alle am Berufswahlprozess beteiligten Personen eines immer im Blick haben: Die Orientierung an den Stärken, die potenzielle Auszubildende mit sich bringen.

Deswegen sollte es bei der Berufswahl immer um tatsächliche Begabungen und Interessen gehen. In jedem Menschen schlummern unterschiedlichste Fähigkeiten. Rollenklischees verhindern oft, dass diese auch gesehen werden. Nach wie vor verteilen sich Frauen und Männer in der betrieblichen Ausbildung immer noch ungleich.

Ein typisches Bild und beispielhaft für Rollenklischees

In der Hauswirtschaft findet sich ein Frauenanteil von über 90 %. Das Handwerk weist einen Männeranteil von knapp 80 % auf.

Solche Geschlechterklischees spiegeln sich bei den Jugendlichen selbst, aber auch bei Eltern und im mittelbaren Umfeld wider.  Die Folge: Der Blick auf passende Berufswege wird häufig von vorneherein eingeschränkt. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, Jugendliche entsprechend ihrer individuellen Begabungen und Neigungen zu beraten und zu entwickeln.

Was tun wir dafür ?

Vorurteile und falsche Vorstellungen über die angestrebte Tätigkeit im Beruf führen oft zu Fehlentscheidungen. Deswegen ist es so wichtig, aufzuklären:

  • Wir hinterfragen genannte Berufswünsche und versuchen dabei, Klischees zu enttarnen.
  • Wir beraten anhand bereits gezeigter aber auch genannter Stärken der potentziellen Auszubildenden.
  • Bei Schülerpraktika und Aktionstagen wie dem „Boys’Day“ und „Girls‘Day“ versuchen wir, Ausbilderinnen und Ausbilder einzusetzen, die den stereotypischen Bildern nicht entsprechen.
  • Wir sensibilisieren das Umfeld über die Chancen einer klischee-freien Berufswahl.
  • In Projekten wie der Berufseinstiegsbegleitung, dem Berufsorientierungsprogramm BOP, in der Berufsorientierung für Geflüchtete aber auch in der Berufsvorbereitung oder in der Jugendhilfe  verfolgen wir immer einen stärkenorientierten Ansatz.

Wir sind überzeugt: In einer vorgelebten und selbstverständlich klischee-freien Praxis sehen und spüren Jugendliche am besten, dass untypische Berufswege nicht nur auf dem Papier möglich sind. Das bestätigen auch die Beispiele derjenigen, die diesen Weg bereits erfolgreich gegangen sind.

Hier geht's zum Erklärfilm.

 

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