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Mit Gequake ins bbw

Ganz neu: Ausbildung in Froschrettung

Was hatten Teichmolch, Erdkröte, Gras- und Teichfrosch im Karbener Frühling gemeinsam? Sie wollten in den kleinen Teich auf dem Gelände des bbw Südhessen, um dort ihren Laich abzulegen. Ihr Wanderweg führte von einem nahe gelegenen Bach über eine Landesstraße auf das bbw-Gelände. Damit sie dort wohlbehalten ankamen, haben sich bbw-Azubis unter Anleitung des Bunds für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) erstmals zu „Froschrettern/-innen“ ausbilden lassen.

Nach einem kleinen Kurs zu Arten, Lebenszyklen und -orten der Amphibien durch Mitarbeiterinnen des BUND-Ortsverbands wurde es gleich praktisch: Die Jugendlichen aus dem „Grünen Bereich“ bauten einen Schutzzaun an der stark befahrenen Landesstraße. Am Zaun befanden sich Auffangbehälter, in die die Frösche und Kröten auf ihrem Weg zum Wasser hineinfielen und in denen sie geschützt vor Greifvögeln auf die Rettung von Menschenhand warteten. Die bbw-Azubis unterstützten die Naturschützer bei der morgendlichen und abendlichen Kontrolle der Auffangbehälter und trugen rund 80 Tiere zum Gewässer.

Die Amphibien-Kooperation zwischen BUND-Ortsverband und bbw war neu, liegt aber auf der Hand: Der BUND besitzt für den Heitzhofbach gegenüber dem bbw-Gelände eine Patenschaft. Und das bbw integrierte die Aktion in sein ganzheitliches Ausbildungskonzept: „Wir möchten die Auszubildenden für die Auswirkungen von Eingriffen des Menschen in die Natur sensibilisieren und ihr Verantwortungsbewusstsein stärken“, so die für die Aktion zuständige bbw-Mitarbeiterin Andrea Egly. Und Ulla Duchardt, Bereichsleiterin der „Grünen Berufe“, ergänzt: „Dafür bietet sich die praktische Unterstützung der Amphibienrettung des BUND an.“

Andrea Egly denkt jetzt auch schon darüber nach, wie das Projekt nach dem Sommer weitergehen könnte – dann, wenn sich der Amphibiennachwuchs vom Wasser zurück ins Erdreich bewegen will und wieder Geleitschutz braucht. Die Fortsetzung folgt auf dieser Website!

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