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bbw-Flüchtlingsprojekt zeigt Erfolge

„OQI“ geht in dritte Runde

Vom Zerspanungsmechaniker bis zum Industriekaufmann, vom Langzeitpraktikum bis zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung – das bbw-Projekt „Orientieren, Qualifizieren, Integrieren“ (OQI) begleitet geflüchtete Menschen erfolgreich bei ersten Schritten in die Arbeitswelt. Jetzt geht OQI in die dritte Runde. Das Programm gibt Zeit, den Arbeitsmarkt in Deutschland zu verstehen, und qualifiziert ganz praktisch.

Sprachkenntnisse sind wichtig für den Berufseinstieg. Deshalb legt das Projekt darauf gerade in der ersten Zeit einen Schwerpunkt. Mit Erfolg: Bei „OQI 2“ haben sieben von neun Flüchtlingen die Sprachprüfung des Levels „B1“ geschafft; die komplette Gruppe hat immerhin die mündlichen Tests bestanden. „Aber Sprache ist nicht alles“, so bringt es OQI-Projektleiterin Stephanie Müller auf den Punkt. Sie hat bereits zwei OQI-Gruppen durch die jeweils 18-monatige Projektlaufzeit begleitet und konnte beobachten, wann Teilnehmer/-innen erfolgreich waren. Neben dem Spracherwerb waren auch das Auffrischen von Mathekenntnissen, das Verstehen von Bildungswegen und -möglichkeiten in Deutschland, Hilfe beim Umgang mit Geld und das Annähern an Kultur und Leute wichtig. Mit diesen Inhalten werden sich nun auch die zehn jungen OQI-3-Teilnehmer aus Eritrea, dem Iran, Afghanistan, Syrien und Pakistan beschäftigen.

Um das alles zu schaffen, bedarf es einer Menge Motivation – und Chancen, das Gelernte praktisch anzuwenden. Dafür schafft OQI den Raum. Denn: Neben berufsfachlichen und kulturellen Theoriekursen finden im bbw erste „Schnupper-Praktika“ in verschiedenen Ausbildungsbereichen statt. Im Anschluss folgt eine Konzentration auf einen beruflichen Inhalt und dann geht’s „raus“: Die OQI-Teilnehmer/-innen absolvieren Praktika in externen Betrieben.

Das OQI-Projektteam ist in dieser Zeit nicht nur eng an der Seite der Praktikanten, sondern auch nah am neuen Unternehmen dran. Bei Fragen oder Schwierigkeiten ist es zur Stelle. Im besten Fall wird aus dem Praktikum dann ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis – und auch hier begleitet das OQI-Team noch ein halbes Jahr. Die Erfahrungen aller Beteiligten sollen 2018 in einer großen gemeinsamen Feedbackrunde ein Forum bekommen – als wertvoller Schatz, von dem OQI 3 profitieren kann.

Das Projekt OQI hat 2016 begonnen. OQI 3 startete dank der Unterstützung des Wetteraukreises, des Landes Hessen und der Stiftung ProRegion der Fraport AG.

Sie interessieren sich für das Projekt? Bereichsleiter Bernhard Witzlau informiert Sie gerne.

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