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Chic zum Bewerbungsgespräch

bbw-Freundeskreis organisiert Kleiderspende

Eine Teilnehmerin vor einer Kleiderstange mit den Kleiderspenden; sie hält eine Bluse vor ihren Oberkörper.

Zum Bewerbungsgespräch erscheint man pünktlich, gut vorbereitet – und: passend gekleidet. Aber was tun, wenn sich im Schrank zwar Shirts und Jeans befinden, aber keine schicke Bluse und schon gar kein Sakko? Für diesen Fall hat der Freundeskreis des bbw eine Lösung geschaffen: Gut erhaltene Businesskleidung steht den Azubis ab sofort zur Verfügung. „Chic zum Bewerbungsgespräch“ heißt die Aktion.

Die Idee stammt von Burkhard Kübel-Sorger, stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises und Mitglied des Vorstands der J.P. Morgan AG Frankfurt. „Wir im Freundeskreis wollen die jungen Erwachsenen ganz praktisch und lebensnah bei ihrem Einstieg ins Berufsleben unterstützen. Wir haben erfahren, dass es bei einigen Jugendlichen an Kleidung für seriöse Anlässe wie Vorstellungsgespräche fehlt – und wissen, dass das Budget knapp ist“, erzählt er. Und zugleich ahnte er: Viele seiner Kolleginnen und Kollegen haben gut erhaltene Businesskleidung im Schrank hängen, die sie nicht mehr tragen.

Und dann ging es ganz schnell: Burkhard Kübel-Sorger und sein Team starteten einen Aufruf, ein Besprechungsraum wurde geblockt, die Kolleginnen und Kollegen gaben ihre Kleider ab, Kisten wurden gepackt und das bbw erschien mit Lkw und starken Händen. Damit die Kleidung dann auch frisch gewaschen und knitterfrei zum Einsatz kommen kann, macht sie zurzeit Station im bbw-Ausbildungsbereich „Textilreinigung“. Und erfüllt damit gleich doppelt einen guten Zweck: Die angehenden Textilreiniger/-innen haben dadurch noch mehr Kleidungsstücke zum Einüben der Pflegeschritte zur Verfügung. Zusätzlich zu jenen, die im Tagesgeschäft des Servicebetriebs fair.wash anfallen.

In Kürze werden die Hosen, Hemden, Blusen, Röcke und Anzüge perfekt gebügelt an Kleiderstanden hängen, bereit zur Anprobe. Wenn das Team des bbw-Vermittlungscenters dann in der Bewerbungsphase mit den Jugendlichen feststellt, dass Unterstützung nötig ist, darf gestöbert werden. Besonders toll an dieser nachhaltigen Aktion: Zurückgeben muss man die Kleidung nicht.

 

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