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Erste Erfolge für die bbw-Umweltprofis

Team aus Mitarbeitenden und Azubis engagiert sich für Umweltschutz

Bernd Ullrich, Ausbilder für Metallberufe beim bbw, erläutert BVB-Teilnehmern die Profilstahlstanze
Zwei Azubis aus dem Grünen Bereich (Fotoaufnahme vor der Coronazeit)

Sie sind viele, sie sind motiviert und sie gehen viele kleine Schritte – die Umweltprofis im Berufsbildungswerk Südhessen: Weniger und besser getrennter Müll, mehr regionale Anbieter in der Kantine und der Einsatz von Erdpresstöpfen – das sind nur drei der bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen. Im Dezember 2019 fand das erste Treffen statt. Zum Weltumwelttag im Juni zogen sie eine erste Bilanz.

„Klar wird einem eher mulmig bei den täglichen Horrormeldungen über Waldrodungen im Amazonas, dem steigenden Plastik-Meer und der weltweiten Klimaerwärmung, aber jammern gilt nicht, selber machen ist die Devise“, erklärt Ideengeberin Ulla Duchardt.  Bereits nach dem zweiten Treffen im Januar besteht die Projektgruppe aus rund 25 bbw-Mitarbeiter*innen und ca. 15 Teilnehmer*innen.

Daniela Schwarz, eine Auszubildende aus dem Bereich Zierpflanzenbau, empört sich: „Schlimm, dass wir auch im bbw, aber vor allem außerhalb noch viel zu viel Müll zusammenschmeißen. Kein Wunder, dass die Erde so zugrunde geht.“ Schwarz engagiert sich in der „Müll“-Gruppe. „Energie“, „Küche“ und „Einkauf“ heißen die drei anderen. Sie treffen sich von Ende Januar bis Mitte März wöchentlich oder 14-tägig, dann kommt Corona. „Wir haben zwar noch nicht alle, aber doch viele der geplanten Ideen umsetzen können,“ berichtet der Leiter der Abteilung Kunden & Märkte, Bernhard Witzlau.

Jede Untergruppe hat ihre*n eigene*n Sprecher*in. „Vom Frühstückbuffet haben wir fast das komplette Einwegangebot verbannt. Dadurch haben wir zwar mehr zu spülen, aber deutlich weniger Müll“, berichtet Annette Simonsmeier aus der Gruppe Küche. Joghurt und Quark gibt es beispielsweise nicht mehr in Plastikbechern, sondern in Glasschalen. Auch der Einkauf der Lebensmittel wurde auf mehr regionale Anbieter umgestellt.

„Dass wir allein durch das Abbestellen von Katalogen ca. fünf Kilo weniger Papiermüll pro Woche produzieren, hat mich wirklich überrascht“, sagt Susanne Köbel, die Sprecherin der Gruppe Einkauf. Und dass das bbw in seiner großen Gärtnerei bei den Gemüsesetzlingen mit sogenannten Erdpresstöpfen arbeitet, ist nicht nur viel umweltfreundlicher als die bisherigen Plastikschalen, sondern auch viel angenehmer für die Verbraucher*innen. „Die Schalen werden selbst zur Erde, der Kunde pflanzt sie direkt in sein Beet und muss kein Plastik mehr entsorgen;“, schwärmt Azubi Felix Schmidt.

Zusammen mit Kollege Marcel Schmidt haben sie in Hunderten der neuen Bio-Schalen Gemüsesetzlinge hochgezogen (s. Headerfoto). Auch wenn das erstmal nur kleine Schritte sind –  die Umweltprofis gehen sie konsequent. Im neuen Ausbildungsjahr geht’s weiter.

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