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Investition in bbw-Pflegeausbildung lohnt sich

Fachaustausch über verzahnte Ausbildung Hauswirtschaft und Altenpflege

Burkhard Kübel-Sorger, Finanzvorstand der J.P. Morgan AG, fördert bbw Modellprojekt verzahnte Ausbildung

Dank Collagen und praxisnahen Mitmach-Aktionen wie dem Alterssimulationsanzug oder dem „Frische-Eiertest“, die von bbw-Azubis gestaltet und betreut wurden, konnten rund 50 Gäste im bbw einen sehr anschaulichen Einblick in die verzahnte Ausbildung Hauswirtschaft und Altenpflege gewinnen. Die bbw-Projektleitung Ralf Heiß und Dr. Sabine Tomm hatten Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und den Agenturen für Arbeit eingeladen, sich ein eigenes Bild zu machen. Die wichtigste Erkenntnis des Austauschs: Die verzahnte Ausbildung lohnt sich. 

Die Pilotklasse startete 2016 mit vier Azubis, mittlerweile werden 14 Auszubildende im bbw in Karben qualifiziert. „Die Besonderheit der kombinierten Vermittlung von Inhalten aus der Hauswirtschaft und Altenpflege mit zwei Berufsabschlüssen bietet beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt – das beweisen unsere ersten Absolvent*innen“, erklärte Dr. Sabine Tomm. „Und die Kosten für die Ausbildung amortisieren sich sehr schnell“, ergänzte Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, die das Projekt wissenschaftlich begleitete und ihre Aussage mit einer Kosten-Nutzen-Analyse untermauerte.

Das bbw entwickelte das innovative Ausbildungskonzept im Pflegebereich mit Unterstützung von Ausbildungspartnern und Förderern wie der JPMorgan Chase Foundation, dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und der Bundesagentur für Arbeit. Junge Menschen, beispielsweise mit einer Lernbehinderung oder psychischen Erkrankung, hatten lange keine Chance, in Pflegeberufe einzusteigen, weil die schulischen Zugangsvoraussetzungen fehlten oder das Lerntempo zu hoch war.

„Mit unserem niederschwelligen Angebot erreichen wir diese Zielgruppe und bieten so dem Arbeitsmarkt hochmotivierte Fachkräfte. Damit leisten wir unseren Beitrag gegen den Fachkräftemangel“, fasst bbw-Ausbildungsleiter Ralf Heiß den Erfolg zusammen. Auch die Verantwortlichen der JPMorgan Chase Foundation haben die Besonderheit und den Nutzen des Projekts erkannt und sich daher entschieden, das Vorhaben des bbw zu unterstützen – und zwar nicht nur finanziell, sondern auch mit viel Engagement und über das Projekt hinaus.

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