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Mit „Aufwind“ nach vorne blicken

Förderkonzept für Auszubildende in psychischen Krisen

Bild einer Pusteblume, die im Wind Samen verliert.

Bei „Aufwind“ schwingt mit: wieder aufstehen, eine neue Richtung finden, vorwärts kommen. Das gleichnamige Förderangebot im bbw richtet sich an Auszubildende, die aus psychischen Gründen den Arbeitsalltag für einen gewissen Zeitraum nicht schaffen. Die psychologische Mitarbeiterin Solveig Greve bietet ihnen spezielle Gruppentrainings an, die sie stärken. Pünktlich um 7.45 Uhr geht es jeden Tag los, dann wird sich bewegt und Energie getankt, so Greve.

Solveig Greve geht mit der Gruppe raus an die frische Luft, in die Turnhalle oder in das bbw-eigene Fitnessstudio. Erlaubt ist dann alles, was wach macht, motiviert und vor allem Spaß bringt – damit der Tag mit einem positiven Erlebnis anfängt.

Momentan besuchen mehr als 40 Auszubildende drei verschiedene„Aufwind“-Module, die täglich stattfinden. Gemeinsam mit dem Reha-Team, das den Verlauf der Förderung des Auszubildenden im Blick behält, wird besprochen, welche Angebote passen. Ziel ist es, die jungen Erwachsenen psychisch zu stabilisieren. Nach Aufwind sollen sie wieder in der Lage sein, die Ausbildung in vollem Umfang auszuüben. Fehlzeiten und Ausbildungsabbrüche sollen vermieden werden. Sämtliche Module finden in Kleingruppen statt.

Gerade das Miteinander in der Gruppe erfordert von manchem jungen Erwachsenen Überwindung, weiß Solveig Greve. Insbesondere beim „Ressourcentraining“, bei dem es persönlich wird: Was bedeutet meine Diagnose für mich? Wie gehe ich mit meiner Krise um? Was passiert gerade in mir? Aber: In der Gruppe zeigt sich, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Und das hilft. Genauso wie die praktischen, alltagsorientierten Ansätze zur Verhaltensänderung und die objektiven Informationen über die psychischen Erkrankungen, die Greve vermittelt.

Beim Entspannungstraining stellt sie den jungen Erwachsenen verschiedene Techniken vor, die sie abschalten lassen und die sie danach auch alleine anwenden können: Traumreisen, Achtsamkeitsmeditationen oder Atemübungen. Achtwöchige Seminare zu Themen wie „ADHS“, „Prüfungsangst“ oder „Soziale Kompetenzen“ gehören auch zum Aufwind-Angebot und können je nach Bedarf „gebucht“ werden.

„Das Tolle an Aufwind ist, dass wir die Auszubildenden auf so vielfältige Weise bei ihren Problemen abholen und auffangen können“, freut sich Solveig Greve.

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