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Neue Wege im bbw – analog und digital

Weiter geht’s in Zeiten von Corona – mit Masken und kreativen Lösungen

Andreas Pamer, Raumausstattermeister näht Masken für das bbw

„Bitte das Gummi rechts am Ohr festmachen, die bbw-Maske hat nur auf einer Seite eins. Sitzt trotzdem super“, so Raumausstattermeister Andreas Pamer. Er muss es wissen, denn er hat sie entworfen und genäht. In Zeiten von Gummiband-Knappheit eine wirklich schlaue Idee! Die bbw-eigene Maskenproduktion ist nur ein Beispiel für kreative Lösungen in der Coronazeit: analog wie digital.

Im Potenzial- und Kompetenzzentrum (kurz PUK) wurden innerhalb von gut sechs Wochen rund 1.800 Masken genäht. „Als ich den Maskenoutput gesehen habe, war ich erleichtert: Wir konnten so allen Mitarbeiter*innen und allen zurückkehrenden Teilnehmer*innen jeweils zwei Masken zur Verfügung stellen“, freut sich Ausbildungsleiter Ralf Heiß. Auch die Metall-Ausbildung wurde aktiv und fertigte 15 Desinfektionssäulen an. „Vor allem die langen Lieferzeiten und die hohen Preise haben uns schnell davon überzeugt, dass wir die Desinfektionsspender selber machen“, ergänzt Hygieneschutzbeauftragte Jutta Roth.

Ganz wichtig war es, die Anzahl der Personen auf dem Gelände zu reduzieren: durch kleinere Lerngruppen, die im Schichtsystem arbeiten, durch Heimlernphasen und mehr Mitarbeiter*innen im Homeoffice. Auch das Mittagessen für die Teilnehmer*innen gibt es inzwischen zeitversetzt und die Turnhalle wurde zusätzlich zur erweiterten Kantine umfunktioniert. Im Wohndorf und den AWGs gibt es neue Gruppenaufteilungen: Die Ausbildungsbereiche bleiben dadurch jetzt weitgehend unter sich, um das Ansteckungsrisiko weiter zu minimieren.

 Auch digital musste viel auf die Beine gestellt werden. „Dank der schnell eingerichteten Student Cloud konnten die Ausbilder*innen und die pädagogischen Fachkräfte unsere Teilnehmer*innen zeitnah auch zu Hause mit Lernstoff und anderen Inhalten versorgen, als wir die Präsenzausbildung in Karben schließen mussten“, berichtet Geschäftsführer Torsten Denker. Durch gezielte Online-Kommunikation über Webseite, Social Media und ein eigens eingerichtetes Teilnehmer*innen-Mailing blieb das bbw permanent im Austausch mit seinen Teilnehmenden – auch über spezielle Hotlines. „Das telefonische Gespräch war natürlich eine Riesenunterstützung, da es uns zusätzlich ermöglichte, auf ganz individuelle Sorgen und Nöte einzugehen und auch die Eltern zu beraten, wenn das gewünscht war“, ergänzt die pädagogische Leiterin Carmen Bergmann.

Ein Krisenteam prüft die Maßnahmen ständig und erweitert oder ergänzt sie. Die Situation fordert von den Teilnehmenden, aber auch von der Belegschaft flexibles Denken und Handeln. „Alle machen mit und entwickeln neue passende Ideen“, sagt bbw-Geschäftsführer Torsten Denker. „Ich bin zuversichtlich, dass wir auch die kommenden Monate gut meistern werden.“

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