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„Willkommenskultur“ geklatscht, gebrüllt, getanzt

Eine Kunstinstallation mit weißen Handschuhen.

Bundesweites Theatertreffen der BBW erstmals in Karben

Man begegnet ihm in Zeitungen und Talkshows – das Wort „Willkommenskultur“ hat Konjunktur. Was bedeutet „Willkommenskultur“ aber für mich persönlich? Was verbinde ich damit? Und wie kann ich die mit einer vielfältigen Gesellschaft verknüpften Hoffnungen ausdrücken? Rund 100 Auszubildende aus zehn Berufsbildungswerken setzten sich im Februar beim Theatertreffen der bbw mit dem Modewort und dem Thema Immigration auseinander. Ein Wochenende lang erprobten die jungen Erwachsenen gemeinsam mit Pädagoginnen, Pädagogen und Künstler/-innen in verschiedenen Theaterworkshops künstlerische Wege, ihre Gedanken und Gefühle zu „Willkommenskultur“ auszudrücken.

Im Fokus stand der Aspekt der Vielfalt und der neuen (Begegnungs-)Möglichkeiten. Die Ergebnisse waren so verschieden, wie es auch die Teilnehmer/-innen waren: Sie wählten Klang-Collagen, „Mindmap-Theatre“ oder körperbetontes „Physical Theatre“ als Ausdrucksformen. Einig waren sich die Jugendlichen in ihrer Haltung: „Jeder, der an unsere Tür klopft, ist willkommen!“

Jährlich findet das bundesweite Theatertreffen der Berufsbildungswerke statt, zum ersten Mal war das bbw Südhessen in Karben Austragungsort. Die Gäste und Teilnehmer/-innen reisten aus Berlin, Potsdam, Husum, Greifswald, Bugenhagen-Timmendorfer Strand, Leipzig, Hettstedt, Lingen und Waiblingen an.

Theaterpädagogik gehört bei den teilnehmenden Berufsbildungswerken zu den freizeitpädagogischen Angeboten und ist wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Förderkonzeptes. „Die freizeitpädagogischen Angebote im Anschluss an die Arbeitszeit tragen ganz wesentlich dazu bei, dass die Auszubildenden ihre Fähigkeiten entdecken und sich zu selbstbewussten jungen Menschen entwickeln“, so bbw-Freizeitpädagogin und Theatertreffen-Leiterin Heike Englisch. „Begabungen, die bei der freizeitpädagogischen Arbeit entdeckt und gefördert werden, entwickeln sich zu Ressourcen, die den Jugendlichen bei der Lebensbewältigung und damit auch bei der Ausbildung zu Gute kommen.“

 

 

 

 

 

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