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Gut vernetzt

Zwei Ausbildungsgänge eröffnen Zugang zur IT-Welt und zur Firma „Cymos“

Das Berufsbildungswerk Südhessen (bbw) in Karben bietet zwei IT-Ausbildungsgänge für junge Menschen mit Förderbedarf an. Damit trägt das bbw den modernen Entwicklungen am Arbeitsmarkt Rechnung. Die Firma „Cymos“ aus Karben gibt IT-Azubis die Chance, wichtige Praxiserfahrungen zu sammeln – und lernt zugleich Nachwuchskräfte kennen.

Momentan arbeitet zum Beispiel Philimon Kotzamanidis, IT-Azubi aus dem bbw, im Team von Cymos-Geschäftsführer Christian Kokot mit. Grundlage der Zusammenarbeit ist ein sogenannter „VAmB“-Vertrag: „VAmB“ steht für „verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken und ist ein deutschlandweit anerkanntes Modell.

Bis zu 18 Monate können junge Auszubildende bei „VAmB“ in Partnerbetrieben mitarbeiten und wertvolle Praxiserfahrungen sammeln. Das bbw und der Partnerbetrieb stehen in engem Austausch. Ein Vorteil für den Kooperationspartner ist, dass er in Zeiten von Fachkräftemangel Nachwuchs passgenau ausbilden und nach dem Ende der Ausbildung gegebenenfalls auch übernehmen kann.

Diesen Vorteil sieht auch Christian Kokot: „Wir als wachsendes Team brauchen Fachkräfte und auch aufgrund der Begleitung und Betreuung durch das bbw haben wir mit den Azubis sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie arbeiten zuverlässig und gliedern sich positiv ins Team ein.“

Und bbw-Bereichsleiterin Annette Koch weiß: „Die Vermittlungschancen, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet, sind generell sehr gut – denn die Themen Digitalisierung und Datensicherheit werden nicht nur bei großen Unternehmen immer wichtiger.“

Zu den Ausbildungsberufen:

Im Jahr 2015 führte das bbw den Ausbildungsberuf „Fachinformatiker/-in Systemintegration“ ein. Seit Mitte 2018 gibt es zudem die Ausbildung zum/zur „Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung“. Beiden Ausbildungsgängen ist gemein, dass man zu Beginn idealerweise einen Realschulabschluss vorweisen sollte und – wie bei allen Berufen im bbw – einen Anspruch auf berufliche Teilhabe haben muss.

Das Berufsbild und die Anforderungen dagegen sind verschieden: Die „Fachinformatiker/-innen Systemintegration“ planen, erstellen und konfigurieren die IT-Infrastruktur von Unternehmen und verantworten z.B. die Benutzer- und Rechteverwaltung. Sie sind Kontaktstelle für viele verschiedene Kolleginnen und Kollegen – oft dann, wenn Computerprobleme auftreten. Dann heißt es: Ruhe bewahren, freundlich sein und schnell eine Lösung finden. Während die Kommunikation dort also mit wechselnden und fachfremden Kolleginnen und Kollegen geschieht, kommuniziert man beim „Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung“ intern im festen Entwicklerteam. Aufgabe ist es, Softwareanwendungen wie z.B. Websites oder Apps zu programmieren, anzupassen und zu testen.

Attraktiv an beiden Berufen ist die Möglichkeit, sich nach der Ausbildung noch weiter spezialisieren zu können.

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