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Schafft Ressourcen: neuer Freizeitbereich im bbw

Das Berufsbildungswerk Südhessen (bbw) eröffnet seinen neu gestalteten Freizeitbereich: Ein Jahr hat die Sanierung des Gebäudes aus den 80ern gedauert, 1,7 Millionen Euro wurden investiert. Das Ergebnis ist ein moderner, 1.500 Quadratmeter großer Bau, der den besonderen Anforderungen Rechnung trägt, die das bbw an ihn richtet: Jugendliche mit Förderbedarf finden dort einen Raum, der ihren Interessen und Bedürfnissen Platz gibt, ihre Talente fördert und sie Neues entdecken lässt – alleine und in Gemeinschaft. Die Freizeitpädagogik hat im bbw neben der Ausbildung der Jugendlichen einen hohen Stellenwert und gehört zum individuellen Förderprozess.

Denn: Richtig gut lernen und arbeiten kann nur, wer in seiner Freizeit Energie und Selbstbewusstsein tankt. Beim Sport, in Kreativ-AGs oder in Gemeinschaft mit anderen. Gemeinsam mit den Partnern eurich ag (Architekten / Gelnhausen), xquadrat (Innenarchitekten / Gelnhausen) und EWT Ingenieure (Ingenieure / Grebenhain) entstanden im bbw lichte, offene Räume, die flexibel für Gruppenaktionen nutzbar sind und zugleich Rückzug für den Einzelnen ermöglichen. „Gerade für Jugendliche mit psychischen Problemen oder aus dem Autismus-Spektrum sind Möglichkeiten zum Zurückziehen wichtig“, erklärt Tobias Vogeler, Bereichsleiter Wohnen - Fördern- Freizeit.

Trennelemente können gesetzt und wieder weggenommen werden. Sitzpolster finden sich zu Gruppen zusammen oder schaffen Lounge-Inseln am Rand. In hohen, umhüllenden Sesseln kann man sich zurückziehen. Direkt gegenüber: eine Theke, an der es Tee oder Kaffee gibt.

Vielfalt im Programm

Die Programmideen für den Freizeitbereich werden im freizeitpädagogischen Team entwickelt, das beides im Blick hat: die Förderung der Jugendlichen und ihre Interessen. Beliebte Angebote wie der Musikraum für Bandproben, der Kreativraum fürs Töpfern oder Malern, Tischkicker und Billard sowie die alte Kegelbahn sind geblieben. Im hauseigenen Fitnessstudio wird weiterhin trainiert und geschwitzt. Neu ist das Aufgreifen aktueller Gaming-Trends: „Fakt ist, dass Jugendliche heutzutage viel am PC spielen – und das leider oft alleine in ihrem Zimmer. Wir wollen die soziale und sportliche Komponente betonen“, erklärt Tobias Vogeler. „Wir locken die Teilnehmer/-innen mit Games und E-Sports, die sie am großen Bildschirm im Team spielen können – und daraus entstehen dann wieder neue Kontakte.“ Ein weiteres neues Highlight: Ein Medienraum ist mit Green-Screen-Technik und PCs ausgestattet, die das Produzieren von eigenen kleinen Filmen oder Hör-Beiträgen möglich machen.

Carmen Bergmann, Abteilungsleiterin im bbw, wünscht sich für den neuen Bereich: „Ich hoffe, dass die Jugendlichen gerne in den neuen Freizeitbereich gehen und dort in Gemeinschaft Vieles und vielleicht auch Neues ausprobieren. Denn: Das Entdecken neuer Ressourcen trägt zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei. Eine Erfahrung, die guttut.“

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