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bbw Südhessen macht junge Flüchtlinge fit für den Beruf

Viele Menschen fliehen vor Terror und Verfolgung nach Deutschland. Die wichtigste Aufgabe ist, sie bestmöglich zu integrieren. Für diese aktuelle Herausforderung bietet das bbw Südhessen Lösungen auf der Basis seiner Kernkompetenzen an. Für eine selbstständige und gesicherte Zukunft sind vor allem Sprachkenntnisse und eine Arbeitsstelle von zentraler Bedeutung. Das bbw Südhessen und die Flüchtlingshilfe Karben haben am 1. Februar 2016 ein innovatives Projekt zur Berufsorientierung und beruflichen Qualifizierung für geflüchtete Menschen begonnen: „OQI“.

Die Abkürzung steht für „Orientieren – Qualifizieren – Integrieren: Perspektiven für Flüchtlinge“. Ziel ist, zehn junge Menschen (acht Männer und zwei Frauen) zwischen 18 und 27 Jahren aus Somalia, Eritrea, Syrien und Afghanistan durch ein bis zu 18 Monate dauerndes Berufsfindungs- und Berufsqualifizierungsprogramm auf ihrem Weg in Arbeit zu unterstützen. „Unser Ziel für diese jungen Menschen ist ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz oder eine Ausbildung“, betont Bernhard Witzlau, Bereichsleiter Übergang Schule – Beruf. „Durch eine berufliche Qualifizierung geben wir ihnen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und die Möglichkeit der Integration in unsere Gesellschaft.“

Von der Orientierung über die Werkstatt bis zum Betrieb

Das Programm gliedert sich in drei Hauptphasen. Am Anfang steht die Berufsorientierung. Im bbw Südhessen bekommen die Teilnehmenden die individuelle Unterstützung, die sie für eine frühzeitige Orientierung und einen erfolgreichen Einstieg in eine Ausbildung oder in einen Betrieb brauchen. Dazu werden die schulischen, fachlichen und sprachlichen Kompetenzen der Teilnehmenden erfasst und Praktika in verschiedenen Berufsfeldern in den bbw-eigenen Ausbildungsbetrieben angeboten.

Ab Sommer werden die Teilnehmenden in der zweiten Projektphase in externen Wirtschaftsunternehmen begleitete Praktika absolvieren.

In der dritten Phase ist der Übergang in reguläre Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisse vorgesehen. Dieser Übergang wird ein halbes Jahr begleitet, um das Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu stabilisieren. Diese Begleitung ist extrem wichtig, weiß Bernhard Witzlau: „Wenn es in der ersten Zeit im Unternehmen zu Problemen kommen sollte, sind wir nicht nur für die geflüchteten Menschen, sondern auch für die Betriebe die Hotline, die vermittelt und ganz gezielt Antworten geben kann.“

Deutschkurse und Kulturtraining inklusive

Während der gesamten Zeit werden zudem begleitende Deutschkurse und ein Kulturtraining angeboten, damit einem erfolgreichen Start nichts im Wege steht. Witzlau ist überzeugt, dass der ganzheitliche Ansatz Grundlage für eine erfolgreiche Integration von geflüchteten Menschen ist: „Wir werden für jeden Einzelnen in Zusammenarbeit mit der Flüchtlingshilfe ein individuell abgestimmtes Konzept erarbeiten. Durch die lange Projektdauer haben wir dann auch immer noch die Möglichkeit nachzusteuern.“

Kooperationspartner und Förderer

Gefördert wird OQI von: bbw Südhessen, Flüchtlingshilfe Karben, Flughafenstiftung „Pro Region“, Staatliche Berufsschule Karben/Bad Vilbel, Stadt Karben, Evangelisches Dekanat Wetterau, Deutsch-Ausländischen Freundeskreis Karben e.V., Unternehmen der Region sowie Privatpersonen.

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