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Gemeinsam ausbilden, gemeinsam profitieren

Mit „VAmB“ finden Unternehmen passenden Nachwuchs aus dem bbw

Ausbilder Jürgen Heid, Schreinerei-Chef Uwe Kiefl und Azubi Timo lächeln in die Kamera.

„Und im Vertrag steht auch, dass wir hier dreimal am Tag lachen, ne, Timo?“, scherzt Uwe Kiefl. Timo grinst. Der 20-jährige Azubi aus dem bbw arbeitet seit sieben Monaten in der Karbener Schreinerei Kiefl mit. Für ihn eine gute Chance, wertvolle Praxiserfahrungen außerhalb des bbw zu sammeln. Für Uwe Kiefl die Gelegenheit, Nachwuchs kennenzulernen und auszubilden. „Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken“ (VAmB) nennt sich das Modell.

„Man muss jungen Leuten eine, zwei, drei Chancen geben“, sagt Uwe Kiefl, selber Vater von zwei erwachsenen Kindern. Und er weiß auch: Es ist heutzutage nicht einfach, geeignete Fachkräfte zu finden. Die Schreinerei, ansässig in Karbens Gewerbegebiet, ist vor allen Dingen im Messebau tätig. Die Kunden sitzen zu 50 % in Deutschland und zu 50 % im Ausland. Als Uwe Kiefl dringend Unterstützung in seinem kleinen Team brauchte und niemanden fand, wandte er sich an das bbw Südhessen. Holz-Ausbilder Jürgen Heid war sofort zur Stelle. Und hatte auch schon einen „Kandidaten“ im Blick: Timo Lorenz, einen stillen jungen Mann, der das Material liebt, mit dem er arbeitet. Ein VAmB-Vertrag wurde geschlossen. Bis zu 18 Monate lang können bbw-Azubis auf diesem Weg in Partnerunternehmen mitarbeiten.

Das Besondere am VAmB-Modell ist, dass alle Seiten profitieren: Unternehmen gewinnen auf diese Weise motivierte junge Mitarbeiter/-innen, die sie „passgenau“ für sich ausbilden können. Die Ausbildungsvergütung, die Beiträge zur Sozialversicherung sowie den Unfallschutz trägt weiterhin das Berufsbildungswerk. Gibt es Schwierigkeiten oder Probleme, dann steht das bbw mit Ausbilderinnen und Ausbildern und seinem pädagogischen und psychologischen Team bereit. Die Auszubildenden erfahren den Alltag im Unternehmen, lernen viel und können zeigen, was sie draufhaben. Im besten Fall werden sie nach ihren Abschlussprüfungen übernommen. Für das bbw ist VAmB ein gutes Modell, die Auszubildenden inklusiv auszubilden und ihnen Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Zurzeit haben knapp 20 % aller bbw-Azubis einen VAmB-Vertrag. „Eigentlich müssten viel mehr Unternehmen in der Region das VAmB-Angebot des bbw nutzen“, empfiehlt Uwe Kiefl.

Interessiert? Dann kontaktieren Sie uns: Ralf Heiß, Abteilungsleiter Ausbildung & Beruf, Telefon: 06039 / 482 - 205

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