News

Inklusion leben

Menschen mit Behinderung haben das Recht auf Bildung und sie haben das Recht, einen Beruf zu erlernen. So steht es in der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Um noch mehr Inklusion als bisher zu ermöglichen, macht sich das bbw Südhessen 2016 auf den Weg, konkrete, praxisnahe Maßnahmen zu entwickeln und damit die UN-BRK umzusetzen. Die jungen Teilnehmer/-innen sollen in Karben die besten Voraussetzungen für ein nachhaltiges und inklusives Leben bekommen.

Zu diesem Zweck hat das bbw im Jahr 2014 die Arbeitsgruppe „Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK im bbw“ initiiert. Das Team hat vier Handlungsfelder erarbeitet, um die Konvention umzusetzen: „Individualität und Vielfalt“, „Barrierefreiheit“, „Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit“ sowie „Partizipation“. Den Auftakt bei der Umsetzung macht 2016 das Handlungsfeld „Individualität und Vielfalt“. „Wir haben das Ziel, junge Menschen individuell für den ersten Arbeitsmarkt auszubilden. Damit das funktioniert, müssen Inklusion und Integration vom ersten Tag im bbw gelebt werden“, erklärt die Diplom-Psychologin Lilli Pummer, Mitarbeiterin „Entwicklung neuer Leistungsangebote“ und mit der Bereichsleiterin „Grüne Berufe“ Ulla Duchardt, die Leitung der Arbeitsgruppe. „Die Fokussierung auf die UN-BRK hilft uns, den Blick noch mehr auf die Stärken und Fähigkeiten unserer Teilnehmer/-innen zu legen.“

Inklusion heißt, dass jeder Mensch ohne Einschränkung am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Die jungen bbw-Teilnehmer/-innen sollen deswegen im betrieblichen Alltag alle Kompetenzen erwerben, die sie für ein selbstständiges Leben und eine dauerhafte Erwerbstätigkeit benötigen. Zu den sechs Zielen des Handlungsfelds „Individualität und Vielfalt“ zählt, die individuellen Bedürfnisse als Ausgangspunkt einer Förderung zu beachten, um eine nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dies setzt eine Unternehmenskultur voraus, die Vielfalt als Stärke bewertet – getragen von Strategie, Struktur und Selbstverständnis.

In zwei Workshops im April und im Mai mit jeweils bis zu 25 Mitarbeitenden aller Professionen werden die Ziele des ersten Handlungsfelds durch konkrete Vorhaben ausgestaltet. Lilli Pummer: „Die Maßnahmen werden von den Mitarbeitenden erarbeitet, die auch mit den Teilnehmenden arbeiten. Die Ergebnisse werden also kein Kopfprodukt sein, sondern sehr praxisnah angelegt und mit unmittelbarer Wirkung auf unseren Arbeits- und Ausbildungsalltag.“

go back