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Fachkräftenachwuchs in der Pflege sichern

Das Berufsbildungswerk Südhessen (bbw) orientiert sein Ausbildungsangebot an zukunftsträchtigen Marktentwicklun-gen. Mit einem innovativen Ausbildungskonzept im Altenpfle-gebereich für junge Menschen mit Förderbedarf greift das bbw ein gesellschaftlich relevantes Thema auf. Dabei wird es aktiv von der JPMorgan Chase Foundation, der gemeinnützi-gen Stiftung von J.P. Morgan unterstützt. Ein Beirat mit politi-schen EntscheiderInnen, VertreterInnen aus der Verwaltung, von Gewerkschaften und der Arbeitgeberseite sowie Fachleu-ten aus der Pflegebranche und der Forschung wird die Ent-wicklung des Modellprojektes beratend begleiten.

Die demografische Entwicklung führt zu ei-nem steigenden Bedarf an Betreuungskräften für pflegebedürftige Menschen. Aber schon jetzt bleiben immer mehr Stellen im Ge-sundheitswesen unbesetzt, weil geeignetes Personal fehlt. Daher plant das bbw Südhessen jetzt eine spezielle Ausbildung. „Durch das neue Konzept werden wir einer engagierten Nachwuchsgruppe eine Ausbildungsoption im Pflegebereich eröffnen, die hier bisher keinen Zugang hat“, so bbw-Geschäftsführerin Renée Seehof. „Damit erhalten die jungen Menschen eine interessante Perspektive – und der Pflegebereich gewinnt hoch motivierte Fachkräfte.“

Dass dieses Konzept eine wichtige  Lücke schließen kann, haben auch die Verantwortlichen der JPMorgan Chase Foundation er-kannt. Deshalb haben sie sich entschlossen, das Vorhaben des Be-rufsbildungswerks zu unterstützen – und zwar nicht nur finanziell, sondern auch mit viel Engagement und aktiver Netzwerkarbeit. „In unserer Stiftung möchten wir gezielt jungen Menschen neue Chan-cen für ihren Start ins Arbeitsleben eröffnen, die bisher nicht von einer privilegierten Förderung profitieren konnten“, erklärt Burkhard Kübel-Sorger, Vorstandsvorsitzender J.P. Morgan. „Dafür arbeiten wir mit Unternehmen wie dem bbw zusammen, die in der Lage sind, diese Zielgruppen professionell zu unterstützen.“

Gemeinsam konnten die JPMorgan Chase Foundation und das bbw Südhessen einen prominent besetzten Beirat für das Modell-projekt ins Leben rufen, der die inhaltliche Ausarbeitung der neuen Ausbildung begleitet. Mit dabei sind unter anderem Nicole Benthin (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration), Peter Gudat (Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Hessen), Saadet Sen (AWO Bezirk Hessen-Süd e.V.), Tatjana Astachov (VDAB Schu-lungszentrum Ortenberg), Dr. Yvonne Lehmann (Charité Berlin) sowie weitere SpezialistInnen aus der Alten- und Krankenpflege. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diese FachexpertInnen als Unterstützung gewinnen konnten. So können wir jungen benachtei-ligten Menschen den Zugang zu einer nachhaltigen, arbeitsmarkto-rientierten Ausbildung in der Altenpflege ermöglichen“, sagt Ralf Heiß, Ausbildungsleiter im bbw Südhessen. Und bbw-Projektleiterin Dr. Sabine Tomm ergänzt: „Wir sind zuversichtlich, dass unser Mo-dellprojekt ab 2016 konkret in die Umsetzung gehen kann.“

Beirat

  • Burkhard Kübel-Sorger – Vorstandsvorsitzender J.P. Mor-gan, Frankfurt
  • Nicole Benthin – Referentin Hessisches Ministerium für So-ziales und Integration
  • Dr. Christina Wessels – Dezernentin für Gesundheitsfach-berufe, Regierungspräsidium Darmstadt
  • Peter Gudat – Reha-Experte der Regionaldirektion Hessen, Bundesagentur für Arbeit
  • Saadet Sen – stellvertretende Fachbereichsleiterin Senio-rInnen, Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bezirk Hessen-Süd e.V.
  • Tatjana Astachov – Schulleiterin VDAB Schulungszentrum Ortenberg
  • Dr. Yvonne Lehmann – Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheits- und Pflegewirtschaft, Charité Berlin
  • Ralf Heiß – Mitglied der Geschäftsleitung bbw Südhessen
  • Dr. Sabine Tomm – Projektleitung bbw Südhessen
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