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Wie Unternehmen von Inklusion profitieren

Eine Veranstaltung des Berufsbildungswerks Südhessen (bbw) in Kooperation mit dem Bundesverband Mittelständi-sche Wirtschaft (BVMW) Hessen zeigte über 100 interessierten Gästen erfolgreiche Beispiele gelebter Vielfalt im betrieblichen Arbeitsalltag, klärte über Fördermöglichkeiten auf und vermit-telte ganz pragmatische Lösungen. Die „neue akademie für berufliche Bildung“ des bbw informierte zudem darüber, wie sie Betriebe begleiten kann, die sich dieser neuen Zielgruppe öffnen.

„Viele Beispiele aus Unternehmen zeigen, dass junge Menschen mit Behinderung, psychischer Erkrankung und sozialer Benachteiligung gut ausgebildet werden und erfolg-reich am Arbeitsleben teilnehmen können“, erklärte Malu Schäfer-Salecker vom BVMW Wetterau. „Gelebte Inklusion am Arbeitsplatz bietet allen Beteiligten Vorteile. Wer Vielfalt als Chance sieht, kann einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil entwickeln.“

Dass das bereits gelebte Wirklichkeit ist, zeigte Matthias Sieber, Di-rektor des IntercityHotels Nürnberg. Er berichtete darüber, wie es gelingen kann, fünf Gehörlose in zwei Unternehmen mit insgesamt 30 Mitarbeiter/-innen zu integrieren – und wie positiv die Hotelgäste darauf reagieren. Martin Himmelmann, Inhaber der Bohrma Ma-schinenbau in Fulda, beschäftigt 33 Mitarbeiter/-innen, davon 5 mit Schwerbehinderung. Zusammen mit seinem Betriebsleiter Florian Witzel und mit Heike Krönung von der Perspektiva gGmbH be-schrieb er, wie die Vorbereitung und Einarbeitung der Mitarbeiter/-innen erfolgt und wie sie passend zu ihren Fähigkeiten eingesetzt werden. Dafür gab es 2016 den Inklusionspreis der Wirtschaft.

Andrea Grode vom Fachdienst Autismus des bbw Südhessen schilderte anschaulich die Begleitung junger Menschen aus dem Autismus-Spektrum in den Arbeitsmarkt. „Das ist ein Lernprozess für alle Beteiligten, der aber sehr gut gelingen kann“, so Grode. „Es ist wichtig, Menschen aus dem Autismus Spektrum in ihrer Indivi-dualität zu stärken und ihnen gleichzeitig ganz konkret Werkzeuge mit an die Hand zu geben, damit sie ihre beruflichen Ziele erreichen können. Im Arbeitsumfeld ist dann vor allem Empathie das Schlüs-selwort zum Erfolg.“ Tipps rund um die Qualifizierung und Integrati-on von Menschen mit Behinderung von Reinhard Wagner, Beauf-tragter für Beschäftigte mit Behinderung bei der Fraport AG und Vorstand des UnternehmensForums, rundeten die Veranstaltung ab.

„Zahlreiche Betriebe aus der Region bauen bereits auf die gut aus-gebildeten Fachkräfte aus dem bbw Südhessen“, erklärte bbw Ab-teilungsleiter Ralf Heiß. „Wir begleiten sie mit unserem Vermitt-lungscenter bei der Auswahl und auch in der Einarbeitungszeit. Darüber hinaus unterstützen wir Unternehmen durch unsere „neue akademie“ mit Serviceleistungen rund um das Thema Aus- und Weiterbildung.“ Aktuell befinden sich die bbw-Absolventinnen mitten in den Abschlussprüfungen und der Bewerbungsphase – Unter-nehmen, die noch qualifizierte Fachkräfte suchen, können sich gerne ans bbw-Vermittlungscenter wenden: vermittlung@bbw-suedhessen.de, Tel.: 06039 482 103

Weitere Information und Kontakt zur neuen akademie: www.neue-akademie-bbw.de

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