Initiative Inklusion – Handlungsfeld 1

Berufliche Orientierung für junge Menschen mit Schwerbehinderung

Ein Mädchen sitzt im Rollstuhl und fährt mit Hilfe eines elektronischen Liftes eine Treppe herunter.

Der Zugang in Berufsausbildung und Arbeitsmarkt ist trotz konjunkturell guter Lage für junge Menschen mit einer Schwerbehinderung nach wie vor problematisch. Die nachhaltige Unterstützung am Übergang von der (Förder-)Schule in Ausbildung und Arbeitsverhältnisse ist daher unerlässlich – hier setzt das Bundesprogramm „Initiative Inklusion“ an. Ziel des Projekts ist es, jungen Menschen mit Schwerbehinderung Wege ins Berufsleben und auf den allgemeinen Arbeitsmarkt aufzuzeigen.

Initiative Inklusion: Modularer Aufbau der Berufsorientierung

Der modulare Aufbau des Projektes ermöglicht es, die gewählten Verfahren und Methoden an die Bedarfe der jungen Menschen anzupassen. Zu Beginn des Programms haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Potentiale zu entdecken und sich selbst bei verschiedenen praxisorientierten Aufgaben auszuprobieren. Dabei können sich neue berufliche Interessen entwickeln oder vorhandene Neigungen bestärkt werden.

Jedem Schüler und jeder Schülerin wird ein realistisches Bild der Berufswelt und verschiedener Berufsprofile vermittelt und die Perspektive eröffnet, den für sie passenden beruflichen Weg zu finden. Im Rahmen der betrieblichen Praktika, die ebenfalls Bestandteil sind, können zudem nicht nur die Jugendlichen ihre beruflichen Talente entdecken und entwickeln, sondern auch Betriebe die Stärken und Potenziale von Menschen mit Behinderung kennen lernen. 

Initiative Inklusion: Perspektiven entwickeln

Jugendliche, deren Beschäftigung eigentlich im Bereich der Werkstätten für Menschen mit Behinderung angedacht war, konnten bereits konkrete Alternativen eröffnet werden. So gab es bisher beispielsweise Übergänge in theoriereduzierte Ausbildungen, in unterstützte Beschäftigung oder in vorgeschaltete Berufsvorbereitungsangebote.

Eine Lücke schließt das Programm auch im Bereich des Übergangs Schule Beruf: Hier stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hessischen Berufsbildungswerke, teilweise in Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten, die Begleitung zwischen dem Schulabschluss und dem Start einer Anschlussmaßnahme bzw. Ausbildung oder Arbeit sicher.

Initiative Inklusion: Teilnahmemöglichkeiten

Grundsätzlich richtet sich das Projekt an Schülerinnen und Schüler, die die Vorabgangsklasse einer Förderschule mit den Förderschwerpunkten „geistige Entwicklung“, „körperliche und motorische Entwicklung“, „emotionale und soziale Entwicklung“ sowie „Hören“ und „Sehen“ besuchen.

Die Modellphase des Projekts läuft 2018 aus. Es finden keine Neuaufnahmen mehr statt. Am Projekt interessierte Schulen können sich beim bbw melden. Voraussichtlicher Beginn der Verstetigung des Projekts ist das Schuljahr 2018/2019 (für SchulabgängerInnen im Sommer 2020).

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