stilisiertes Bild in dem Menschen Zahnräder hochhalten zum Projekt Nachteils-Ausgleich-Lotse

Nachteilsausgleich-Lotse

Digitale Wissensplattform zum Nachteilsausgleich in der Ausbildung

Wer hat Anspruch auf einen Nachteilsausgleich? Welche Unterstützung ist bei einer bestimmten Beeinträchtigung möglich? Und wie läuft die Beantragung ab?

Der Nachteilsausgleich-Lotse liefert Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Bis 2030 entsteht schrittweise eine digitale Wissensplattform mit KI-gestützter Chatbot-Funktion, die Wissen rund um den Nachteilsausgleich verständlich und praxisnah an einem Ort bündelt. Neben verlässlichen Informationen bietet die Plattform Dokumentvorlagen, Handlungsempfehlungen und Antworten auf individuelle Fragestellungen – einfach, aktuell und leicht zugänglich.

Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen sowie Fachkräfte aus Verwaltung, Beratung, Bildung und Medizin mit aktuellen, qualitätsgesicherten Informationen zu unterstützen und so die praktische Umsetzung von Nachteilsausgleichen zu erleichtern.

Mehr Transparenz beim Nachteilsausgleichen

Informationen zum Nachteilsausgleich sind heute häufig auf viele Stellen verteilt und nicht immer leicht verständlich. Das führt oft zu Unsicherheiten – sowohl bei Auszubildenden als auch bei Fachkräften und Kammern.

Der Nachteilsausgleich-Lotse schafft mehr Transparenz, indem er Wissen zentral bereitstellt und den Zugang zu wichtigen Informationen erleichtert. Die Plattform richtet sich insbesondere an:

  • Auszubildende mit psychischen und/oder körperlichen Einschränkungen
  • Angehörige und Bezugspersonen
  • Ausbildungspersonal und Berufsschullehrerkräfte
  • Beratungsfachkräfte und Bildungsträger
  • Mitarbeitende in Kammern sowie Mitglieder von Prüfungsausschüssen
  • Gutachter*innen (z. B. Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen oder Psycholog*innen).

Hintergrund zum Nachteilsausgleich

Der gesetzlich verankerte Nachteilsausgleich sorgt dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigungen ihre Ausbildung und Prüfungen unter fairen Bedingungen absolvieren können. Dabei werden behinderungsbedingte Nachteile ausgeglichen – die fachlichen Anforderungen bleiben jedoch unverändert.

Je nach individueller Situation können beispielsweise verlängerte Prüfungszeiten, technische Hilfsmittel oder alternative Prüfungsformate eingesetzt werden. Ziel ist es, Chancengleichheit zu fördern und eine inklusive berufliche Bildung zu unterstützen.

Förderung & Projektpartner

Der Nachteilsausgleich-Lotse wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert, von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) koordiniert und gemeinsam mit fünf weiteren Projektpartnern aus Praxis, Forschung und Technologie umgesetzt. Das bbw Südhessen bringt dabei seine langjährige Erfahrung zu Nachteilsausgleichen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen ein.

Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Logos der Projektpartner*innen

Ansprechperson

Chantal Hostert
Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Psychologin
Projekt Nachteilsausgleich-Lotse

Mobil: 0172-6219380
E-Mail: Chantal.Hostert@bbw-suedhessen.de

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